Neumitglied Werkules: Welcome-Interview mit Kay Simon

Mitglieder im Fokus

  • 28.09.2022

„Wir ebnen den Weg in Richtung Handwerk 4.0“

Wann haben meine Mitarbeiter heute Morgen angefangen zu arbeiten? Wer hat Urlaub oder ist krank? Und wann kommt eigentlich die nächste Lieferung mit den wichtigen Materialien? Auf einer Baustelle ist Projektkoordination gefragt – es gilt, den Überblick zu behalten. Bislang musste in vielen Betrieben hier meist die gute alte Zettelwirtschaft herhalten. Doch das soll jetzt anders werden. Mit einer einzigen passgenauen Software und App will das neue Wirtschaftsinitiative-Mitglied Werkules das Handwerk an die Digitalisierung heranführen. Gründer Kay Simon erzählt im Welcome-Interview, wie das gelingt, warum Werkules in Frankfurt statt in Gießen sitzt und was das Startup in Zukunft vorhat.

Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass Werkules an Herkules erinnert? Welche Heldengeschichte wollen Sie mit Ihrem Unternehmen erzählen?

Werkules ist DAS Werkzeug für die Baustellen von morgen. Wir revolutionieren die Prozesse der Baubranche durch Verständnis, Zusammenarbeit und Tatkraft. Werkules ist aus dem eigenen Handwerksbetrieb entstanden und gehört mittlerweile zu den 50 innovativsten Unternehmen in Deutschland. Unsere Software haben wir selbst programmiert und unsere IT ist komplett inhouse, weshalb wir immer schnell reagieren können. Mit unserer erschwinglichen, benutzerfreundlichen und dennoch vielseitigen Software bereiten wir Handwerksunternehmen auf die Digitalisierung vor und ebnen somit den Weg in Richtung „Handwerk 4.0".

Welche Zukunftsthemen haben Sie aktuell auf der Agenda?

Wir werden uns mit Cloud-Lösungen, Computing und Server-Speicherung beschäftigen. Ebenso wird Künstliche Intelligenz für uns ein Thema werden. Da das Handwerk in Zukunft dazu verpflichtet sein wird, sich zu digitalisieren, entwickeln sich die Rahmenbedingungen für uns positiv, wodurch sich auch Kundenwünsche ergeben. Ob diese sinnvoll sind, muss individuell geprüft und ausgearbeitet werden.

Welche Rolle spielt die Metropolregion FrankfurtRheinMain für Sie?

Die Metropolregion FrankfurtRheinMain dient uns zur Mitarbeitergewinnung und Innovation. Wichtig ist auch die Talentförderung. Aus diesem Grund sind wir von Gießen nach Frankfurt am Main gezogen. Für mich persönlich war es schon immer ein Traum, ein eigenes Büro in Frankfurt zu führen.

Wie schlägt sich FrankfurtRheinMain als Startup-Standort?

Die Stärken der Region FrankfurtRheinMain liegen für uns in der Verknüpfung zu Hochschulen und Banken, insgesamt in der Vernetzung der „Alteingesessenen" mit neuen jungen Unternehmen. Frankfurt ist sehr dynamisch und aufstrebend, jedoch hängt das stark von der Branche ab. In manchen Bereichen sind wir noch nicht ganz wettbewerbsfähig, etwa im Vergleich zu Berlin.

Warum Wirtschaftsinitiative? Was ist Ihre Motivation, sich hier aktiv einzubringen?

Wir hoffen auf viel Erfahrung und ein großes Netzwerk, gegenseitige Unterstützung und interessante Kontakte. Wir möchten andere dabei unterstützen, ein Unternehmen aufzubauen und unser erworbenes Wissen weitergeben.

Zur Person:
Kay Simon (22) hat Finanzwissenschaften an der Frankfurt School studiert. Er ist im familiengeführten Handwerksbetrieb großgeworden, wo mit dem Wachstum des Betriebs strukturelle und administrative Probleme deutlich wurden. Als bestehende Software-Anbieter keine schnelle Lösung liefern konnten, fiel die Entscheidung, ein eigenes System zu programmieren. Daraus entstand Werkules.

Mehr unter:
www.werkules.de

Fotos © Werkules GmbH

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