Unter Strom im Palmengarten: VW und Audi boten „elektrisierende Einblicke“ in die Zukunft

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  • 25.10.2021

Die Macht der Megatrends

Wo steht die Elektromobilität? Wie bald werden wir alle elektrisch fahren? Und wie lässt sich das Thema in die weiteren Megatrends und Veränderungen einordnen, die die Zukunft für uns bereithält? Volkswagen Automobile Frankfurt und das Audi Zentrum Frankfurt holten mit Robert Steinböck und Oona Horx-Strathern zwei Top-Experten auf die Bühne, die hierzu zahlreiche Antworten kennen. Die Wirtschaftsinitiative unterstützte die Veranstaltung als Kooperationspartner und bot ihren Mitgliedern die Möglichkeit zu einem außergewöhnlichen Dialog. Wo? Natürlich im Palmengarten, dem grünen Herzen Frankfurts.

Eins ist klar: E-Mobilität ist nicht länger nur ein Hype. Es ist ein Thema, das Wirtschaft und Gesellschaft durch die Bank umtreibt. Zuvorderst natürlich Autobauer wie Volkswagen und Audi – und die Autofahrer selbst. Grund genug für Lutz-Martin Meyer, Kunden, Partner und Interessierte zu einem Austausch einzuladen, der inhaltliche Impulse setzt und nach der langen Corona-Durststrecke endlich wieder die persönliche Begegnung zulässt (natürlich unter 3G-Bedingungen). „Alle wollen zurück zur Natur, aber keiner zu Fuß." Mit diesem denkwürdigen Satz des Aphoristikers Werner Mitsch machte Meyer, Geschäftsführer unseres Mitglieds Audi Frankfurt GmbH sowie der Volkswagen Automobile Frankfurt GmbH, die Veranstaltung auf. „Für uns ist Mobilität von morgen nicht nur die Art, wie Sie von A nach B kommen. Wir verstehen sie eher als intelligentes Erlebnis, das Ihre Art der Fortbewegung grundlegend verändert", wandte sich Meyer an die Gäste. Die E-Mobilität sei hier ein zentraler Bestandteil. Und so gab es bei der Veranstaltung natürlich nicht nur viel Spannendes über Elektrisches zu hören, sondern auch die aktuellen Modelle aus den E-Flotten von VW, Audi und ŠKODA zu sehen.

Elektromobilität – heute oder doch erst morgen?

„Wir stehen als Menschen vor einer revolutionären Veränderung – wieder einmal": Robert Steinböck holte die Teilnehmer mit zahlreichen Zahlen, Daten und Fakten ab, um diese These zu unterfüttern. Der österreichische Experte beschäftigt sich für MOON POWER, eine zur Porsche Holding Salzburg gehörenden Tochter, damit, Elektromobilität Alltag werden zu lassen. „Das Pariser Abkommen drängt die Welt dazu, konkret gegen den Klimawandel vorzugehen. 27 Prozent des CO2-Ausstoßes wird durch den Verkehr verursacht. Also muss dieser zwingend eine Stellschraube sein." Die EU habe sich das Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß durch Autos bis 2035 um 100 Prozent zu reduzieren. Um das zu erreichen, werde der E-Mobilität eine Schlüsselrolle zukommen müssen. Derzeit stünden rund 260.000 öffentliche Ladestellen in Europa zur Verfügung. Absehbar solle es eine Million geben. „Die meisten Autohersteller konzentrieren sich inzwischen auf die E-Mobilität, haben klare Fahrpläne, wann das letzte Verbrennermodell entwickelt und verkauft werden soll, arbeiten an innovativen Technologien und der Reichweitenentwicklung", wie Steinböck berichtete. Auch in der breiten Öffentlichkeit sei der Handlungsdruck angekommen, doch könnten sich in Umfragen derzeit nur 35 Prozent vorstellen, ein E-Auto zu kaufen. Laut Steinböck sei hier noch Überzeugungsarbeit zu leisten, womit er umgehend anfing, indem er mit gängigen Mythen und Irrtümern zur Elektromobilität aufräumte – sei es mit Blick auf die Ökobilanz von E-Autos, die Reserven der benötigten Rohstoffe, den Wasserverbrauch bei der Produktion, die Lebensdauer von Batterien, den Strombedarf oder Probleme beim Löschen brennender E-Autos. „Wir stehen am Beginn eines multimobilen Zeitalters. Der große Megatrend ist aus meiner Sicht hier die Vielfalt", schloss Steinböck und spielte den Ball damit perfekt zu Oona Horx-Strathern.

Wie werden wir leben?

Die Expertin für Urbanisierung und Mobilität ist in der Welt der Zukunftstrends zu Hause. Für das renommierte Zukunftsinstitut analysiert Horx-Strathern seit langem die zentralen Megatrends und entwickelt belastbare Einschätzungen und Prognosen. Derzeit sieht die gebürtige Irin zwölf Megatrends. Das Spannende seien hier jedoch vor allem die Interdependenzen. „Viele Branchen fokussieren sich auf einen Megatrend. Doch es ist immer gut zu wissen, wie die verschiedenen Megatrends miteinander verbunden sind". So sei auch die Mobilität von zahlreichen anderen Trends beeinflusst. In einem Ritt durch die Megatrend-Landschaft beleuchtete sie unter anderem die „Silver Society" und ihre höhere Lebenserwartung, neue Multi-Biografien und veränderte Lifestyle-Schwerpunkte. „Mein Lieblingstrend ist die Individualisierung", so Horx-Strathern. Durch die zunehmende soziale Isolation sieht sie auch Potenzial für einen Gegentrend, der auf die Mobilität durchschlagen kann – zum Beispiel gemeinschaftlich genutzte E-Autos im ländlichen Raum. „Neo-Ökologie" nennt sie einen Megatrend, der die Abkehr von einem von schlechtem Gewissen getriebenen Umweltbewusstsein hin zu einem verantwortungsvollen Konsumverhalten meint.

Volkswagen Automobile Frankfurt und das Audi Zentrum Frankfurt beschäftigen insgesamt rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sieben Standorten. Auch auf regionaler Ebene haben sich die Autohäuser auf die Agenda geschrieben, fair, digital und nachhaltig zu agieren und hier begonnen, zahlreiche Anstrengungen zu unternehmen – von der Müllentsorgung bis zum Bäume pflanzen. Das Audi Zentrum Frankfurt ist bereits seit 2011 engagiertes Mitglied der Wirtschaftsinitiative.

Mehr unter:
www.frankfurt.audi
www.moon-power.com
www.zukunftsinstitut.de

Foto-Collage © Audi Zentrum Frankfurt

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