Beirat der Wirtschaftsinitiative: Zwischen IAA-Nachbetrachtung und EXPO-Ausblick

Wirtschaftsinitiative aktuell

  • 19.02.2020

17 Köpfe für die Region

An der Qualität der Bewerbung habe es ganz sicher nicht gelegen, so die einhellige Meinung des Wirtschaftsinitiative-Beirats zum IAA-Aus in Frankfurt. Das Beratergremium des Unternehmernetzwerks rekapitulierte bei seiner aktuellen Sitzung nicht nur das beeindruckende Mobilitätskonzept, das Stadt und Messe ins Rennen geschickt hatten, sondern spannte den Bogen deutlich weiter. Einen Blick über den Tellerrand lieferte zudem die Agentur VOSS+FISCHER. Denn das Wirtschaftsinitiative-Mitglied ist für das Kulturprogramm des Deutschen Pavillons auf der EXPO 2020 in Dubai verantwortlich – und sieht beste Chancen für die Metropolregion FrankfurtRheinMain, sich hier einem weltweiten Publikum zu präsentieren.

Zwei Mitglieder des Wirtschaftsinitiative-Beirats gehörten dem Team an, das im Januar für einen Verbleib der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt gekämpft hatte. Oliver Schwebel, Chef der städtischen Wirtschaftsförderung, und Stefan Weil, Geschäftsführer des Kreativbüros Atelier Markgraph, sorgten nun dafür, dass ihre Beiratskollegen einen Blick in die Pitch-Präsentation werfen konnten. Das Konzept wartete mit zahlreichen innovativen Ideen für eine Mobilität der Zukunft auf. Die Stadt Frankfurt bot dabei viel öffentlichen Raum für die vom Verband der Automobilindustrie (VDA) gewünschte innenstadtnahe Bespielung. So waren zum Beispiel Erlebniswelten an zentralen Plätzen und ein großzügig abgesperrter Testbereich für Autonome Fahrzeuge vorgesehen. Auch das Hessische Wirtschaftsministerium hatte all sein Gewicht in die Waagschale geworfen und sich hinter das Konzept gestellt. Genutzt hat es bekanntermaßen alles nichts. Der VDA möchte einen IAA-Neuanfang an einem anderen Standort und wird sich in den kommenden Wochen zwischen Berlin, Hamburg und München entscheiden. Für die Region ein schmerzhafter Verlust, der aber durchaus auch neue Chancen eröffnen kann: zwei Monate freie Messekapazitäten und die Möglichkeit, das Thema Mobilität neu und unabhängig aufzusetzen.

Wie kommt FrankfurtRheinMain nach Dubai?

Den anschließenden gedanklichen Schwenk vollzog VOSS+FISCHER-Geschäftsführer Markus Illing. Schon 2015 hatten die Event-Experten den Zuschlag für das Kulturprogramm des Deutschen EXPO-Pavillons erhalten, damals in Mailand. Diesmal ist Dubai der Ausrichter. Vom 20. Oktober 2020 bis zum 10. April 2021 findet somit zum ersten Mal eine Weltausstellung im arabischen Raum statt. Erwartet werden rund 25 Millionen Besucher aus 192 Ländern. Das Motto „Connecting Minds, Creating the Future" ist in die drei Themenbereiche „Opportunity", „Mobility" und „Sustainability" aufgefächert, der deutsche Auftritt bewusst dem Nachhaltigkeitsstrang zugeordnet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fungiert als Auftraggeber, die Koelnmesse verantwortet die Organisation und den Betrieb des Deutschen Pavillons. Und: Mit VOSS+FISCHER kümmert sich ein Top-Dienstleister aus Frankfurt darum, die kulturelle Vielfalt des Landes kreativ, sympathisch, modern und vernetzt zu präsentieren. Geplant ist ein „Culture Lab" mit Beiträgen aus Tanz, Musik, Wissenschaft, Sport, Visual Arts und Games. „Wo die Fragen der Zukunft nicht nur gestellt , sondern auch beantwortet werden, dürfen unsere Metropolregion und ihre Unternehmen nicht fehlen", machte Markus Illing deutlich und stieß eine engagierte Diskussion im Beirat an. Von der FrankfurtRheinMain-Themenwoche im Pavillon bis zur Delegationsreise oder einzelnen Events ist vieles denkbar. Jetzt geht es – wie immer – darum, die Stakeholder der Region zu vernetzen und gesamthaft aufzutreten. Dafür wollen sich die Beiratsmitglieder einsetzen.

Hochkarätige Berater und Begleiter

Mit dem Beirat steht der Wirtschaftsinitiative bei allen wichtigen Fragestellungen ein interdisziplinäres Expertengremium zur Seite. Die Mitglieder werden vom Vorstand vorgeschlagen und für drei Jahre ernannt. Sie repräsentieren ein breit gefächertes Branchen- und Themenspektrum sowie geballtes Wirtschafts-Know-how. Den Beiratsvorsitz hat seit 2012 der ehemalige Deutsche Bank-Top-Manager Dr. Hermann-Josef Lamberti inne, der zuvor auch viele Jahre dem Vorstand der Wirtschaftsinitiative angehörte. Auf Einladung von Mitglied UBS traf sich der Beirat diesmal im OpernTurm zum geschätzten Austausch.

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