Angemerkt von Prof. Dr. Wilhelm Bender

Meinung

  • 02.12.2020

Vielen Dank!

Was für ein Jahr. 2020 hat uns einiges abverlangt. Gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich, familiär, persönlich. 2021 warten ebenso große Herausforderungen. Das kommende Jahr wird gekennzeichnet sein durch unsichere Perspektiven. Das Fahren auf Sicht ist und bleibt unser „New Normal". Als Wirtschaftsakteure wissen wir alle, wie schwierig unternehmerisches Handeln ist, wenn die Planungsgrundlagen fehlen. Gerade in FrankfurtRheinMain erlebt die Wirtschaft eine stürmische Zeit. Aber: Es zieht Hoffnung am Horizont auf. Und wir haben 2020 gelernt, was zählt: Durchhaltevermögen, belastbare Beziehungen und stabile Netzwerke. Nähe auf Distanz ist möglich!

Thanksgiving spielt in Deutschland ja keine vergleichbare Rolle wie in den USA. Wir verbinden vielmehr die nahenden Weihnachtsfeiertage und das Jahresende mit einem dankbaren Blick zurück – 2020 unter besonderen Bedingungen. Die COVID-19-Pandemie lässt es leider nicht zu, den Jahresausklang, den wir traditionell mit der FrankfurtRheinMain GmbH feiern, gemeinsam in physischer Präsenz zu begehen. Daher muss auch das „Thank you" virtuell ausfallen. Die Wirtschaftsinitiative sagt allen Mitgliedern und Weggefährten in FrankfurtRheinMain Danke. Danke, dass Sie unser Netzwerk unterstützen, mit Leben füllen und schätzen. Danke, dass wir für Sie dieses Netzwerk weben und stärken dürfen. Danke, dass Sie sich beharrlich für die Metropolregion FrankfurtRheinMain einsetzen. Und aus meiner persönlichen Perspektive nicht zu vergessen: Danke, dass Sie mir mit der Wiederwahl zum Vorstandsvorsitzenden das Vertrauen ausgesprochen haben.

Unsere Mitgliederentwicklung verzeichnete im Krisenjahr die positivste Bilanz seit zehn Jahren. Das sendet ein kraftvolles Signal: Wir halten in der Region zusammen und sind im Netzwerk gemeinsam stark. Unternehmen – ob im B2B oder B2C – wissen um den Wert treuer Stammkunden in Krisenzeiten und investieren viel in die Bestandspflege. Seien Sie sicher: Das tun wir auch. Die Wirtschaftsinitiative hat in den vergangenen Monaten alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihr vielfältiges Angebot aufrechtzuerhalten und sogar auszubauen – wenngleich in teilweise ungewohnten Formaten. So konnte unsere einzige Präsenzveranstaltung seit Beginn der Pandemie sicher unter dem weiten und luftigen Kuppeldach der Jahrhunderthalle stattfinden. Unser Mitglied Jahrhunderthalle hatte die Wirtschaftsgespräche am Main mit Merck-CEO Dr. Stefan Oschmann seinerzeit möglich gemacht. Davor und danach haben wir zahlreiche virtuelle Erfahrungen miteinander geteilt – bei der Digital Week des House of Pharma & Healthcare oder bei der Digital Journey der Startup SAFARI FrankfurtRheinMain, bei gemeinsamen Projektaktivitäten und nicht zuletzt bei unserer Mitgliederversammlung im Videokonferenz-Format.

Apropos: Bei unserer Mitgliederversammlung hatten wir das große Glück, Prof. Dr. Klaus Cichutek, den Präsidenten des Langener Paul-Ehrlich-Instituts, begrüßen zu dürfen. Er hat uns sehr viele spannende Einblicke in die Entwicklung und Zulassung eines Corona-Impfstoffs gewährt und uns Mut gemacht, dass die Region FrankfurtRheinMain im Laufe des Jahres 2021 wieder erste positive Impulse erwarten kann – etwa in der Reise- und Tourismusbranche. Gute Nachrichten kommen darüber hinaus aus den Bereichen Unternehmensansiedlungen und Immobilien. Unser Standort bleibt für internationale Investoren hochgradig attraktiv – das deutsche Gesundheitssystem zeigt sich hier in der Pandemie als wichtiger Faktor.

Advent, Weihnachten, Silvester – es wird diesmal vieles anders und vor allem deutlich ruhiger sein. Die kommenden Wochen sind eine Chance, sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist: verantwortliches Feiern als aktiver gesellschaftlicher Beitrag jedes Einzelnen. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut ins neue Jahr!

Prof. Dr. Wilhelm Bender, ehemals CEO von Fraport, ist Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain.

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