ADC Night of Honour: Vier ausgezeichnete Vorbilder für die Kreativbranche

Veranstaltungen

  • 25.02.2019

Mitglieder der Wirtschaftsinitiative zu Gast beim Art Directors Club

Zum 14. Mal ehrte der Art Directors Club für Deutschland (ADC) die wichtigsten Kreativköpfe des Jahres. Zum zweiten Mal in Folge diente das Palais Frankfurt als passende Kulisse für die ADC Night of Honour. Und erneut konnten auch die Mitglieder der Wirtschaftsinitiative live dabei sein – Co-Mitglied Claus Fischer, Geschäftsführer der Agentur VOSS+FISCHER und im ADC-Präsidium aktiv, hatte es wieder möglich gemacht. Die vier Ehrentitel für 2018 gingen an Oliviero Toscani, Claas Meineke, Prof. Roland Lambrette und an die Agentur MAYD Hamburg. Standing Ovations inklusive.

Im ADC sind über 700 führende Denker und Macher der kreativen Kommunikation zusammengeschlossen – darunter renommierte Designer und Journalisten, Architekten und Fotografen, Regisseure und Komponisten, Spezialisten für digitale Medien und Werber. Jedes Jahr sucht der Kreativ-Club den „Kunden des Jahres", wählt die beste „Rookie-Agentur", bestimmt ein neues „Ehrenmitglied" und würdigt das „Lebenswerk" einer besonderen Persönlichkeit aus der Branche. Im Rahmen der ADC Night of Honour werden die Preisträger prämiert. Bereits dreimal war der Kreativstandort FrankfurtRheinMain Gastgeber des großen ADC Festivals – von 2010 bis 2012. Seit letztem Jahr empfiehlt sich die Region mit dem Palais Frankfurt als optimaler Veranstaltungsort für die ADC Night of Honour.

Nach der Eröffnung durch den Frankfurter Stadtrat Markus Frank ging es gleich in medias res. „ADC Rookie-Agentur 2018" wurde das junge Hamburger Kreativstudio MAYD, dessen Slogan „Mayd to be brave" lautet. Vernissagen, Installationen oder Konzerte – das Gründer-Geschwisterpaar Behnaz und Bahador Pakravesh entwickelt nicht nur Markenkommunikation, sondern auch gleich die Marke selbst.

Mit der Verleihung des Titels „ADC Ehrenmitglied 2018" würdigte der Club die außergewöhnliche Arbeit des italienischen Starfotografen Oliviero Toscani. Seine aufsehenerregenden Benetton-Kampagnen, die er in den Jahren 1982 bis 2000 entwarf, haben entscheidend dazu beigetragen, die Modemarke in der Geschichte der modernen Kommunikation zu etablieren. Seine Werbefotografie verkauft nicht in erster Linie Produkte, sondern vermittelt Haltung – wenn es sein muss auch mit einer gehörigen Portion „Schockeffekt". Rassismus oder Todesstrafe, Immigration oder HIV: Kein Thema war und ist ihm zu heikel. Gefeiert wurde Toscani, der es sich nicht hatte nehmen lassen, in farbenfroher Benetton-Jacke zu erscheinen, mit Standing Ovations.

Die Ehrung „Kunde des Jahres" geht traditionell an Persönlichkeiten, die besonders kreative, exzellente Markenkommunikation ermöglicht haben – wie Claas Meineke, Vorstand Marketing / Vertrieb der EDEKA AG. Zusammen mit Friedrich Liechtenstein schaffte EDEKA einen Wiedererkennungswert wie kaum eine andere Handelskette zuvor. Daher überreichte die Werbeikone am Abend auch die Auszeichnung an Claas Meineke und sorgte für „supergeile" Momente.

Für sein „Lebenswerk" wurde schließlich Prof. Roland Lambrette ausgezeichnet. Er gehört zu den Pionieren der Kommunikation im Raum. Seine Arbeiten setzten in der Gestaltung von interaktiven Museums- und Bühnenkonzepten sowie Markeninszenierungen (insbesondere für Mercedes-Benz) international Maßstäbe. 1986 hatte Lambrette zudem gemeinsam mit Meinhard Hutschenreuther und Rolf Engel in Frankfurt das Atelier Markgraph gegründete, das seit zwei Jahren auch zum Kreis der Wirtschaftsinitiative gehört. Als Professor und Rektor an der Hochschule für Künste Bremen widmet er sich heute der Ausbildung des Gestalter-Nachwuchses. Eines seiner herausragendsten Projekte und besonders in der Region FrankfurtRheinMain unvergessen ist die „SkyArena" – die Video-Bespielung der Frankfurter Skyline via Projektion zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

„Wir danken auch in diesem Jahr sehr herzlich Claus Fischer, der unser Netzwerk in den Kreis der Kreativen geholt hat", so Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Jörg Schaub. „Kreative Avantgarde und FrankfurtRheinMain – das passt einfach. Das haben nicht zuletzt auch die 220 hochrangigen Gäste und das große Interesse an der Veranstaltung gezeigt."

Fotos © Art Directors Club für Deutschland e.V.

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