Neumitglied Lyska: Welcome-Interview mit Moritz Nyncke
„Gerade in Technologiethemen wird Regionalität oft unterschätzt“
Wie kann der Einstieg in Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) gelingen? Was müssen wir tun, um technologische Innovation dorthin zu bringen, wo sie im Alltag wirklich wirkt? Das fragen sich gerade viele mittelständische Unternehmen. Lyska gibt hier mit einem pragmatischen Ansatz Antworten. Als Übersetzer zwischen Mensch und Technik unterstützt das Unternehmen dabei, Prozesse zu vereinfachen und konkrete Entlastung zu schaffen. Jetzt engagiert sich Lyska auch in der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain. Im Interview beschreibt Gründer und Geschäftsführer Moritz Nyncke, wie der sinnvolle Einsatz von KI als Werkzeug aussieht, was unserer Region „nahbar“ macht – und warum oft schon kleine Schritte große Wirkung entfalten. Welcome!
Herr Nyncke, was sollte man über Ihr Unternehmen wissen?
Lyska unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei, Routineaufgaben zu automatisieren, Systeme sinnvoll zu verknüpfen und KI gezielt im Alltag einzusetzen. Dabei geht es nicht um Technik um der Technik willen, sondern um spürbare Entlastung, mehr Klarheit und mehr Zeit für die eigentliche Arbeit.
Was uns auszeichnet, ist unsere Rolle als Übersetzer zwischen Mensch und Technik. Viele Unternehmen wissen, dass sie sich mit Digitalisierung, Automatisierung und KI beschäftigen müssen, aber oft fehlt die Verbindung zwischen fachlichem Bedarf und technischer Umsetzung. Genau dort setzen wir an. Wir hören zu, verstehen Anforderungen, übersetzen komplexe Themen verständlich und entwickeln Lösungen, die zum Unternehmen passen.
Dabei beraten wir nicht nur, sondern setzen auch um. Wir arbeiten pragmatisch, hands-on und nah an den realen Prozessen. Unser Ziel: Lösungen, die schnell einen Nutzen bringen und sich sinnvoll in bestehende Abläufe integrieren lassen.
Wie sehen Sie die Zukunft der Künstlichen Intelligenz im Bereich KMU?
Das zentrale Zukunftsthema ist der sinnvolle Einsatz von KI und Automatisierung im Mittelstand. Viele Unternehmen spüren, dass sie handeln müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig ist oft unklar, wo der Einstieg sinnvoll ist und welche Lösungen im Alltag wirklich helfen. Genau hier braucht es Orientierung, Priorisierung und eine saubere Umsetzung.
Wir sehen KI als Werkzeug, das Menschen entlastet. Sie soll Routinearbeit reduzieren, Prozesse beschleunigen und Freiräume schaffen. Mehr Zeit entsteht dann für das, was Maschinen nicht ersetzen können, etwa persönliche Gespräche, Entscheidungen, Verantwortung und Kundenbeziehungen. Diese Haltung prägt auch unsere Arbeit. Automatisierung soll Menschen unterstützen, nicht verdrängen.
Kunden wünschen sich heute keine langen Strategiepapiere, sondern konkrete, bezahlbare Lösungen mit erkennbarem Nutzen. Deshalb arbeiten wir iterativ. Wir starten mit kleinen, wirksamen Schritten, schaffen schnelle Ergebnisse und bauen diese anschließend strukturiert aus. Gleichzeitig beschäftigen wir uns laufend mit neuen Technologien, bilden uns weiter und achten darauf, dass Lösungen auch in Datenschutz, Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit bestehen.
Welche Rolle spielt die Metropolregion FrankfurtRheinMain für Sie?
FrankfurtRheinMain ist für uns ein starker Standort, weil hier wirtschaftliche Vielfalt, kurze Wege und ein breites Netzwerk zusammenkommen. Neben großen Strukturen gibt es viele mittelständische Unternehmen, Dienstleister und handwerksnahe Betriebe, also genau die Zielgruppen, mit denen wir arbeiten.
Gerade in Technologiethemen wird Regionalität oft unterschätzt. Am Ende geht es um Vertrauen, gemeinsames Verständnis und den Blick auf echte Abläufe im Unternehmen. Ein persönliches Gespräch vor Ort schafft hier oft mehr als viele digitale Abstimmungen. Die Region bietet dafür ideale Voraussetzungen. Sie ist gut vernetzt, wirtschaftlich stark und gleichzeitig nahbar.
Für mich persönlich ist das wichtig, weil ich Technologie nicht losgelöst von Menschen sehe. Gute Lösungen entstehen dort, wo man sich versteht, direkt austauscht und gemeinsam an praktikablen Verbesserungen arbeitet.
Was zeichnet unsere Region aus – gerade auch im Vergleich zu anderen Regionen? Und wo gibt es Verbesserungsbedarf?
Ein großes Plus der Region ist ihre Mischung aus wirtschaftlicher Stärke, Branchenvielfalt und guter Erreichbarkeit. FrankfurtRheinMain ist nicht nur Finanzstandort, sondern auch ein starker Raum für Mittelstand, Dienstleistungen, Industrie, Handwerk und Innovation. Dadurch treffen hier viele unterschiedliche Bedarfe aufeinander. Und genau das schafft Potenzial für neue Lösungen.
Im Vergleich zu anderen Regionen hat FrankfurtRheinMain sehr gute Voraussetzungen, wenn es um Digitalisierung und technologische Weiterentwicklung geht. Die Unternehmen sind nah am Markt, gut vernetzt und offen für Veränderung. Gleichzeitig gibt es viele Schnittstellen zwischen etablierten Unternehmen, neuen Ideen und regionalen Netzwerken.
Verbesserungsbedarf sehen wir vor allem bei der Umsetzungsgeschwindigkeit. Viele Unternehmen erkennen den Handlungsdruck, aber im Alltag fehlt oft die Zeit, die Priorisierung oder ein pragmatischer Einstieg. Hier kann die Region noch stärker werden, wenn Austausch, Praxisnähe und konkrete Unterstützung weiter ausgebaut werden. Nicht jedes Unternehmen braucht sofort die große Transformation. Oft reicht ein guter erster Schritt, der echte Entlastung bringt.
Warum Wirtschaftsinitiative? Was treibt Sie an, sich in unserem regionalen Business-Netzwerk aktiv einzubringen?
Wir erwarten vor allem echten persönlichen Austausch mit anderen Unternehmen aus der Region. Spannend sind für uns Einblicke in die Themen, Herausforderungen und Entwicklungen, die FrankfurtRheinMain wirtschaftlich bewegen. Solche Netzwerke sind besonders wertvoll, wenn Erfahrungen offen geteilt werden und daraus neue Impulse, Partnerschaften und gemeinsame Lösungen entstehen.
Unsere Motivation ist, unseren Teil dazu beizutragen, dass die Region technologisch stark bleibt und in wichtigen Zukunftsthemen mutig vorangeht. Wir möchten unsere praktische Erfahrung in den Bereichen Automatisierung, Prozessoptimierung und KI einbringen, verständlich machen und damit einen konkreten Nutzen für Unternehmen schaffen.
Für uns ist das keine Einbahnstraße. Wir freuen uns darauf, selbst neue Perspektiven kennenzulernen, von anderen Unternehmerinnen und Unternehmern zu lernen und uns in einem starken regionalen Netzwerk langfristig einzubringen.
Zur Person:
Moritz Nyncke ist Gründer und Geschäftsführer von Lyska und arbeitet an der Schnittstelle von Technologie, Prozessen und Kommunikation. Er unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen dabei, wiederkehrende Abläufe zu automatisieren und KI-Agenten so einzusetzen, dass sie im Alltag wirklich entlasten, zum Beispiel bei der Auswertung von Informationen, der strukturierten Aufbereitung von Daten oder als Assistenz in typischen Routineprozessen. Moritz Nyncke übernimmt dabei oft die Rolle des Koordinators zwischen Geschäftsführung und IT, damit aus KI-Ideen verlässliche, nutzbare Lösungen werden.
Fotos © Lyska