Neumitglied Candylabs: Welcome-Interview mit Geschäftsführer Daniel Putsche

Mitglieder im Fokus

  • 13.11.2018

„Die Region ist ein entscheidender Bestandteil unserer Unternehmens-DNA“

Auch Start-ups fühlen sich in der Wirtschaftsinitiative zu Hause: Daniel Putsche, Geschäftsführer der Frankfurter Digitalberatung Candylabs, berichtet im Interview, wie sein Unternehmen als Bindeglied zwischen Start-up- und Konzernumfeld agiert und warum es für ihn selbstverständlich und folgerichtig ist, sich für die Metropolregion FrankfurtRheinMain zu engagieren. Herzlich willkommen!

Herr Putsche, wie stellen Sie Candylabs im „Elevator Pitch" vor?

Candylabs unterstützt Konzerne und den Mittelstand mit Geschäftsmodell- und Produktinnovation bei der Digitalisierung. Genauer heißt das: Wir arbeiten an der Identifikation, der Validierung und der Implementierung von neuen digitalen Geschäftsmodellen als Lösung für die Herausforderungen des digitalen Wandels. Mit Kunden wie ManpowerGroup, Miles & More oder Deutsche Bahn haben wir bereits erfolgreich neue Geschäftsmodelle etabliert oder Produktideen zur Marktreife gebracht. Chemie, Pharma, Banking und Publishing – in diesen und anderen Branchen sind wir unterwegs. Das Besondere an Candylabs? Das ist auf jeden Fall die ausgeprägte unternehmerische Arbeits- und Denkweise, denn viele unserer Mitarbeiter haben Gründungserfahrung. Ein paar Facts dürfen hier natürlich auch nicht fehlen: Candylabs gibt es seit 2013, wir haben derzeit 16 Mitarbeiter und sitzen in Frankfurt in der Nähe der Hanauer Landstraße.

Warum lohnt es sich für Ihr Unternehmen, sich für die Metropolregion FrankfurtRheinMain und in der Wirtschaftsinitiative einzubringen – und was ist Ihre persönliche Motivation?

Unser Engagement in der Wirtschaftsinitiative ist die logische Konsequenz aus unserer bisherigen Rolle als Bindeglied zwischen Start-up- und Konzernumfeld und gleichzeitig der nächste Schritt für genau diese Positionierung. Candylabs, und das gilt auch für mich persönlich, engagiert sich seit mehreren Jahren aktiv in der Metropolregion. Am bekanntesten sind hierbei bestimmt unsere Eventformate, die wir erfolgreich in der Region etabliert haben: Die prominentesten sind die „STARTUP SAFARI FrankfurtRheinMain" mit rund 500 Teilnehmern und natürlich die „FuckUp Nights Frankfurt". Bei der Veranstaltung mit dem provokativen Namen steht das Thema Fehlerkultur im Mittelpunkt und lockt pro Event ein Publikum von über 1.200 Teilnehmern an. Im Schnitt berichten vier Gründer von ihren Fehlern und wichtigsten Learnings als Unternehmer.

Ich selbst bin zudem in der Region geboren und aufgewachsen. Trotz und natürlich auch wegen vieler Reisen und beruflicher Stationen, unter anderem im Ausland, ist FrankfurtRheinMain für mich immer auch „nach Hause kommen". Ich hatte die Möglichkeit, die Wirtschaftsinitiative über verschiedene Projekte in den letzten zwölf Monaten besser kennenzulernen, bin begeistert von den Menschen und dem Netzwerk und habe somit keine Sekunde gezögert, als es darum ging, Mitglied zu werden.

Wo liegen aus Ihrer Sicht die größten Chancen und Herausforderungen für FrankfurtRheinMain?

Infrastrukturell spielt FrankfurtRheinMain meiner Meinung nach bereits heute ganz oben mit, insbesondere dank der Anbindung durch den internationalen Airport in Frankfurter Standrandlage. Aus unserer Perspektive, als Bindeglied zwischen etablierten Organisationen, Start-ups und Start-up-Methoden, gibt es aber noch viel Potenzial, das gehoben werden kann. Frankfurt und Rhein-Main hat zwar ein sich entwickelndes Start-up- und Innovations-Ökosystem, einige Stellschrauben sind hier allerdings noch etwas weiter zu drehen. Die Aktivierung von vorhandenem Kapital seitens etablierter Organisationen kann beispielsweise einer der größeren Hebel sein, um das Start-up-Ökosystem zu stärken und konkurrenzfähig zu machen. Die Form der Aktivierung ist dabei erstmal nachrangig, wesentlicher ist das Volumen, das unter anderem über Corporate Venture Capital investiert werden könnte. Auch mangelt es der Region noch an Integration. Wir stellen häufig fest, dass viele Initiativen – mehr oder weniger identisch – parallel stattfinden. In den meisten Fällen passiert das natürlich unabgesprochen, schlimmstenfalls werden solche Dopplungen aber aufgrund von falschem Konkurrenzdenken bewusst in Kauf genommen. Hier gibt es noch viel Potenzial für Synergien.

Welche Bedeutung hat FrankfurtRheinMain für die Entwicklung von Candylabs?

Unser Wachstum verlagert gerade den Fokus des Unternehmens von vorwiegend regionalen Kunden hin zu vermehrt auch nationalen Engagements. Uns ist dabei bewusst, dass wir den Erfolg der ersten fünf Jahre, die das Unternehmen jetzt schon alt ist, insbesondere dem Facettenreichtum der Region FrankfurtRheinMain zu verdanken haben. Die Anzahl und Dichte der hier ansässigen etablierten Firmen, die unsere Kunden und potenziellen Kunden sind, haben zu einem ganz wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass wir unser Geschäftsmodell finden und etablieren konnten. Auf dieser Basis wachsen wir nun weiter und FrankfurtRheinMain wird immer unser Ursprungs- und Gründungsstandort bleiben. Egal welche Richtung wir als Unternehmen also einschlagen: Die Region ist und bleibt ein entscheidender Bestandteil unserer Unternehmens-DNA.

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Fotos © Candylabs GmbH, thyssenkrupp AG / Rainer Schröer

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