Neumitglied APCO Worldwide: Kurz-Interview mit Isabel Kassabian, Leiterin des Frankfurter Büros

Mitglieder im Fokus

  • 02.08.2017

„Junge Leute sollten sich darum reißen, in dieser spannenden, internationalen Stadt zu arbeiten!“

APCO Worldwide gehört seit Anfang 2017 zum Mitgliederkreis der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain. Ein Gespräch mit Isabel Kassabian, Deputy Managing Director & Head of Frankfurt Office der Kommunikationsberatung: über das neue Frankfurter APCO-Büro, den Blick von außen und was sie an ihrer Heimatregion wurmt.

Frau Kassabian, wofür steht APCO Worldwide?

APCO Worldwide ist eine unabhängige, internationale Kommunikationsberatung und ein organisch gewachsenes internationales Netzwerk mit globaler Reichweite. Mit mehr als 650 Beratern und über 30 Büros weltweit können wir unseren Kunden maßgeschneiderte internationale Kampagnen anbieten. Nach der Gründung 1984 in Washington D.C. eröffnete APCO Worldwide im Jahr 2000 das erste Deutschland-Büro in Berlin. In Frankfurt sind wir seit 2015 vertreten. Heute betreuen in Deutschland über 30 Berater Kunden in mehr als 40 laufenden Mandaten. Wir beraten internationale Unternehmen, Fachverbände, Regierungen und NGOs aus verschiedenen Branchen, darunter ICT, Energie, Healthcare, Finanzdienstleistungen, Transport und Logistik sowie Lebensmittel und Konsumgüter.

Was können Ihre Kunden konkret von Ihnen erwarten?

Ursprünglich auf Public Affairs spezialisiert, hat sich unser Angebot über die Jahre erheblich erweitert. Heute verfolgen wir einen integrierten Beratungsansatz und stehen unseren Kunden in den Bereichen Public Affairs, Corporate Communication sowie Krisen- und Issues Management zur Seite. Wir sehen uns als Partner unserer Kunden, denken in Kampagnen und trauen uns, kreativ zu sein – gerade bei schwierigen Themen. Das Fundament unserer Beratung bildet eine gründliche Umfeld- und Zielgruppenanalyse. Darauf aufbauend entwickeln wir den passgenauen Kommunikationsansatz, der es unseren Kunden ermöglicht, langfristig relevante Diskussionen mitzugestalten, eine nachhaltige Reputation aufzubauen und kritische Situationen zu meisten.

Was ist Ihre persönliche Motivation, sich für die Metropolregion FrankfurtRheinMain und in der Wirtschaftsinitiative zu engagieren?

Die offizielle Eröffnung unseres Frankfurter Büros Anfang 2017 war für mich Anlass, nach 15 Jahren Berlin in meine alte Heimat zurückzukehren. Es spricht nicht nur mein Lokalpatriotismus, sondern auch die Außenschau der letzten Jahre, wenn ich sage: Es wurmt mich, dass Frankfurt in der Riege der deutschen Großstädte längst nicht den Stellenwert hat, den diese großartige Stadt verdient. Wir möchten als APCO gerne das Unsrige für die weitere Entwicklung der Region beitragen und sehen die Wirtschaftsinitiative als gute Plattform, gemeinsam mit anderen Unternehmen etwas zu bewegen.

Welche Bedeutung hat FrankfurtRheinMain für Ihr Unternehmen?

Als Hauptstadt ist Berlin das Zentrum für politische Entscheidungen, die nicht nur den deutschen Markt, sondern auch internationale Märkte maßgeblich prägen. Berlin ist APCO Worldwides deutsche Hauptniederlassung. Da wir jedoch viele Kunden aus der Region haben, war die Eröffnung unseres Frankfurter Büros ein logischer Schritt. Darüber hinaus ist der Standort FrankfurtRheinMain als eines der weltweit führenden Finanz- und Geschäftszentren gerade auch für unsere internationalen Kunden von großer Bedeutung. Und nicht zuletzt bietet uns die Vielzahl der ansässigen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen natürlich ein erhebliches Wachstumspotenzial.

Wo liegen aus Ihrer Sicht die größten Chancen und Herausforderungen für unsere Region?

FrankfurtRheinMain hat meiner Ansicht nach alles, was es braucht, um als Wirtschaftsstandort erfolgreich zu sein. Die größte Herausforderung mag sein, dass man sich hier dieser Tatsache auch bewusst wird und dann selbstbewusster und mit mehr Geklapper nach außen tritt. Zudem wäre ein griffiges Profil gut – in Bewerbungsgesprächen wird immer wieder gesagt, dass die Kandidaten sich eigentlich mehr in unserem Berliner Büro sehen, weil sie mit Frankfurt so gar nichts verbinden können. Das kann einfach nicht sein! Junge Leute sollten sich darum reißen, in dieser spannenden, internationalen Stadt zu arbeiten!

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