Angemerkt von Prof. Dr. Wilhelm Bender

Meinung

  • 04.04.2017

Effektiv, effizient – evident

Wie schaffen wir es, die Metropolregion FrankfurtRheinMain zunehmend sichtbarer, endlich handlungsfähiger und schließlich erfolgreicher zu machen? Eine Frage, die alle Fürsprecher der Metropolregion schon lange begleitet. Die Antwort: Indem wir die richtigen Dinge tun. Und diese Dinge richtig tun.

Bald liegt sie zwei Jahre zurück – die Unterzeichnung der „Erklärung zur Zukunft der Metropolregion" in der Paulskirche. Damals haben die Unterzeichner einen klaren Auftrag erteilt: die strategischen Themen zu identifizieren, die sich auf der Ebene der Metropolregion besser gemeinsam bearbeiten lassen. „Besser" meint effektiver und effizienter. Hier halte ich es mit Peter Drucker, seines Zeichens einer der einflussreichsten Managementvordenker, der diese Begriffe klar definierte und sagte: „Nichts ist sinnloser, als die falschen Dinge effizient zu tun."

Um die richtigen Dinge kümmert sich aktuell der Strategieprozess „FrankfurtRheinMain 2030" unter der Federführung der FrankfurtRheinMain GmbH und des Regionalverbands. Auf dem diesjährigen „Tag der Metropolregion" im Mai werden wir im Detail hören, wo das Projekt steht. So viel sei schon vorweg verraten: Aus den ursprünglich elf möglichen Handlungsfeldern, die die Paulskirchen-Erklärung aufführte, sind fünf kompakte Themenkomplexe geworden: Wohnen, Wissen, Wirtschaft, Infrastruktur, Erlebensqualität. Eine umfangreiche Umfrage unter über 500 regionalen Akteuren aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen führte zu diesem Ergebnis. In fünf separaten Workshops, die kürzlich zu Ende gingen, wurden diese Kernthemen inzwischen weiter vertieft – wieder unter Einbeziehung wichtiger regionaler Macher.

Der nächste Schritt ist evident und wird umso spannender: Jetzt gilt es, diese effektiv richtigen Dinge richtig – sprich effizient – in die Tat umzusetzen. Dafür braucht es entsprechende Rahmenbedingungen: eine funktionierende Struktur, eine ausreichende Finanzierung, klare Verantwortlichkeiten, einen pragmatischen Plan. Seien Sie sicher: All das werden wir gerade auch bei der Evaluierung des bis März 2019 befristeten Metropolgesetzes einfordern. Die Wirtschaftsinitiative wird nicht müde, sich für eine schlagkräftige Metropolregion FrankfurtRheinMain weiter konsequent einzusetzen.

Prof. Dr. Wilhelm Bender, langjähriger Vorstandsvorsitzender von Fraport, engagiert sich nach seiner Top-Management-Tätigkeit in zahlreichen Zusammenhängen für die Metropolregion und hat den Vorsitz des Vorstands der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain inne.