FRANKfurtstyleaward 2016: Frankfurt kann auch Fashion

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  • 23.09.2016

Talentplattform und Karrieresprungbrett für internationale Nachwuchsdesigner etabliert sich in der Region

Einmal im Jahr, immer im September, macht der Modezirkus Station in FrankfurtRheinMain. Erstmalig rollte die Alte Oper dafür den roten Teppich aus. Verantwortlich: der FRANKfurtstyleaward. Bei seiner neunten Ausgabe richtete der aufstrebende Nachwuchswettbewerb erneut das Spotlight auf die 60 Top-Fashiondesigner von morgen – und auf eine internationale Region, der das Mode-Business richtig gut steht.

Der FRANKfurtstyleaward wird erwachsen und mit ihm die „Modemetropole" FrankfurtRheinMain. „Stadt und Region tut es gut, sich von einer anderen, emotionalen Seite zu zeigen. Und Mode – das sind Emotionen. Wir geben unser Bestes, dass diese positive Entwicklung weitergeht", machte Markus Frank, Frankfurter Wirtschaftsdezernent und bereits im vierten Jahr Schirmherr des Wettbewerbs, vor rund 400 Gala-Gästen deutlich.

Breite Unterstützung

Auch die Wirtschaftsförderung Frankfurt, die Messe Frankfurt und Fraport stehen als langjährige Partner und Mitglieder der Wirtschaftsinitiative, genauso wie das Unternehmernetzwerk selbst, hinter dem „Leuchtturmprojekt“ – und das zum wiederholten Mal. Gemeinsam begrüßt der Kreis der regionalen Unterstützer und Sponsoren, dass der Nachwuchswettbewerb Mode verstärkt auf die Business-Agenda setzt. „Frankfurt wird immer jünger und Mode somit immer mehr Thema – das passt hervorragend“, so Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, in der Alten Oper. Die Messe Frankfurt habe dem Award 2016 zudem erstmalig die Türen zu den wichtigen internationalen Modemessen geöffnet, berichtete Messe-Geschäftsführer Detlef Braun.

Unter der Überschrift „World of Contradictions" loteten die 266 teilnehmenden Jungdesigner die Widersprüche und Wechselwirkungen einer stark vernetzten und digitalisierten Welt aus und setzten sie in ihren Entwürfen um. Mal elegant, mal skurril, mal sexy – aber immer höchst kreativ, top-professionell und „High Fashion". „Kim K. vs. Frida K.", „Bronx vs. Boulevard" und „Occident vs. Orient" heißen die klangvollen Kategorien, in denen jeweils drei Platzierungen zu vergeben waren. Dazu wurde ein Publikumspreis ausgelobt, via Facebook-Likes ermittelt, und kategorieübergreifend das „Outstanding Talent" gesucht.

And the „Frank" goes to ...

Leicht machten es die von 69 Modeschulen aus 25 Ländern entsandten Talente der hochkarätigen Jury auch in diesem Jahr nicht. Die Gewinner, die sich in der Finalrunde der letzten 20 in ihrer Kategorie durchsetzten, kommen unter anderem aus Indonesien, Israel, Italien, Finnland und Deutschland und können sich über wertvolle Preise freuen, allesamt von dem großen Sponsoren-Netzwerk getragen. Die Highlights: Stipendien an der renommierten Haute Future Fashion Academy in Mailand, Praktika bei großen Modehäusern und eine edle Trophäe. Der „Mode-Oscar" feierte in diesem Jahr Premiere und trägt den Titel „Frank – The Trophy Vanity". Die Statuette basiert auf einer kunsthistorisch bedeutenden Skulptur und wird künftig exklusiv für den FRANKfurtstyleaward reproduziert.

Visionär wurde es, als François Girbaud die Bühne betrat. Er gilt als Erfinder der Stonewahsed-Jeans, gehört zu den weltweit führenden Denim-Designern und hat jüngst ein wassersparendes Jeans-Produktionsverfahren entwickelt. Der „Patron" des diesjährigen Awards nutzte die Gelegenheit, an die jungen Talente zu appellieren und ein nachhaltiges Denken in der Modebranche einzufordern: „It's time to invent a new tomorrow!"

Für das Rahmenprogramm rund um Catwalk und Fashionshow sorgte beim Award 2016 das Gastland China, im nächsten Jahr werden die USA diesen Part übernehmen. 2017 feiert der Award seinen 10. Geburtstag – ein besonderes Jahr auch für Hannemie Stitz-Krämer. Die PR-Unternehmerin aus Kronberg hat den FRANKfurtstyleaward 2008 aus der Taufe gehoben und seither kontinuierlich auf- und ausgebaut.

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