Wirtschaftsgespräche am Main mit Opel Group-CEO Dr. Karl-Thomas Neumann

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  • 15.10.2015

Kaum eine Werbebotschaft hat in den letzten Jahren so nachhaltig verfangen. Mit „Umparken im Kopf“ ist ein geflügeltes Wort entstanden – und der Marke Opel ein echtes Comeback gelungen. Das Erfolgsrezept: der ehrliche Blick auf die Schwächen, das Besinnen auf die Stärken und der mutige Schritt nach vorn. Wo der Autobauer aus Rüsselsheim in Zukunft hin will, verriet Opel Group-CEO Dr. Karl-Thomas Neumann den Gästen der 91. Wirtschaftsgespräche am Main.

„Opel war eine kaputte Marke, geprägt durch den Blick in den Rückspiegel“, beschrieb Dr. Neumann seine ersten Eindrücke aus dem Frühjahr 2013 ziemlich ungeschminkt. Der gelernte Elektroingenieur und erfahrene Manager übernahm das Ruder des traditionsreichen Autoherstellers aus FrankfurtRheinMain in einer schwierigen Phase. „Nach 20 Jahren hatten sich viele Opelaner ans Verlieren gewöhnt. Wir brauchten ein echtes Umdenken bei Mannschaft und Kunden gleichermaßen. Es konnte nur einen Weg geben: sich wieder trauen, besser und frecher zu sein.“ In enger Abstimmung mit dem Mutterhaus GM wurde eine Zukunftsstrategie ausgearbeitet, die sich auf den Markenkern „deutsch, nahbar, aufregend“ fokussiert und diesen mit einer neuen Modelloffensive auf die Straße bringt – forciert durch aufmerksamkeitsstarke Marketingmaßnahmen. Von sechs auf acht Prozent will Opel seinen Marktanteil bis 2022 erhöhen. „2016 soll die schwarze Null stehen“, gab sich der kommunikative CEO mit eigenem Twitter-Account optimistisch.

Aktuelles Vorzeigefahrzeug der größten Modelloffensive in Opels Geschichte ist der neue Astra. Erst kürzlich auf der IAA eingeführt, besticht der Mittelklassewagen durch viele innovative Features, die die Oberklasse „ärgern“. „Die meistgestellte Frage auf der IAA war: Wie sieht es mit der Digitalisierung des Autos aus?“, berichtete der Opel-Chef den Gästen im InterConti. „Die reine Automobilherstellung reicht nicht mehr. Wir müssen vielmehr Automobilitätsdienstleister sein.“ Gerade in den Bereichen Connectivity und Sicherheit wolle Opel vorangehen, wie mit dem neuen Astra geschehen.

Wo Opel sich „innerhalb und außerhalb des Unternehmenszauns“ noch in der Verantwortung sieht, präsentierte Dr. Neumann im zweiten Teil seines Vortrags. Dabei kamen natürlich E-Mobilität, CO2-Reduzierung und auch der Diesel-Skandal von VW zur Sprache. Zudem setzt Opel sich intensiv für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa ein und hat dafür eigens das Projekt „InCharge“ ins Leben gerufen.

Der Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsinitiative Prof. Dr. Wilhelm Bender dankte Dr. Neumann herzlich für seinen engagierten Vortrag und das langjährige Opel-Commitment zur Wirtschaftsinitiative: „Opel ist und bleibt eben ein zentrales Stück unserer Metropolregion.“ Das zeigte nicht zuletzt auch das große Interesse der Mitglieder in der abschließenden Fragerunde.

„Wirtschaftsgespräche am Main“ ist ein exklusives Veranstaltungs- und Kooperationsformat, das die Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain gemeinsam mit der Messe Frankfurt, dem Hotel InterContinental Frankfurt und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ausrichtet.

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