Angemerkt von Prof. Dr. Wilhelm Bender

Meinung

  • 01.04.2015

„Frankfurt/RheinMain 2020+“: So lautet der klangvolle und vielversprechende Titel eines neuen Projekts zur integrierten Stadtund Regionalentwicklung, das die hessische Landesregierung – wie kürzlich im Landtag verkündet – gemeinsam mit den Nachbarbundesländern Rheinland-Pfalz und Bayern auf den Weg bringen will. Ein bemerkenswertes und sehr begrüßenswertes Vorhaben. Zeigt es doch, dass die Bemühungen vieler engagierter Menschen in der Region Früchte getragen haben und das Thema FrankfurtRheinMain fest auf der landespolitischen Agenda verankert ist.

Die Zukunft heißt Metropolregion. Und diese Zukunft beginnt jetzt. Da sind sich Kommunen, Kreise, Wirtschaft, Kammern, Verbände und Organisationen endlich einig und wollen das in Kürze in der Paulskirche bekunden. Am 17. April wird mit der „Erklärung zur Zukunft der Metropolregion FrankfurtRheinMain“ Formen annehmen, wofür wir gerade in der Wirtschaftsinitiative schon lange eintreten. Mehr „Wir“, weniger „Ihr“ – mehr Mut, gemeinsam die Chancen zu nutzen, die sich aus den Stärken des Standorts und den Herausforderungen der Zukunft ergeben.

Zu einfach wäre es, den Ball jetzt an die drei Länder weiterzuspielen und sich zurückzulehnen. Vielmehr müssen alle Akteure ihre Kräfte bündeln und Worten Taten folgen lassen. Das von der hessischen Landesregierung vorgeschlagene länderübergreifende Projekt ist richtig, braucht für einen nachhaltigen Erfolg aber vor allem eines: Umsetzungsorientierung und konkrete Maßnahmen. Warum nicht ehrgeiziger sein und das Programm „Frankfurt/RheinMain 2015+“ nennen? Die Unterzeichner der Paulskirchen-Erklärung stehen in jedem Fall bereit, hier und jetzt ihre wichtigen Beiträge zu leisten, damit Land, Region, Menschen und Unternehmen gemeinsam gewinnen. Oder um es mit den Worten des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier zu sagen: „Wir dürfen froh sein, dass das Land Hessen mit der Metropolregion FrankfurtRheinMain einen so starken Kern hat.“

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