The University and the City

Veranstaltungen

  • 05.06.2014

Goethe-Univeristät und Wirtschaftsinitiative stellen gemeinsame Studie vor

Welche Bedeutung haben Universitäten für die Zukunftsfähigkeit von Metropolregionen? Und ganz konkret: Was erwarten Studierende von heute von FrankfurtRheinMain? Diesen Fragen ging die gemeinsam von Goethe-Universität und Wirtschaftsinitiative ausgerichtete Veranstaltung „The University and the City - 100 Jahre Goethe-Universität Frankfurt"auf den Grund. Für Denkanstöße sorgte die Keynote-Ansprache des international renommierten Strategieexperten Thomas Sevcik. Herzstück des Abends war die Vorstellung einer von der Wirtschaftsinitiative an der Goethe-Universität in Auftrag gegebenen Studie. Sie sollte evaluieren, welche Erwartungen und Anforderungen Studierende an „ihre" Metropolregion FrankfurtRheinMain im Jahre 2035 stellen. Die Ergebnisse: zum Teil überraschend.

„Die Studierenden von heute werden die Entscheider von morgen sein. Deshalb muss es uns brennend interessieren, welche Ansprüche und Erwartungen sie an ein zukünftiges Leben in einer attraktiven Metropolregion haben", so der Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsinitiative Prof. Dr. Wilhelm Bender zu den Beweggründen für die Beauftragung der Studie. Ein Team aus wissenschaftlichen und studentischen Mitarbeitern um Prof. Dr. Alexander Ebner vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften befragte 105 Studierende der Goethe-Universität mittels Fragebogen. Die These der Wissenschaftler: Es könnte ein möglicher Wertewandel unter jungen Menschen im Gange sein - weg von einer materialistischen Orientierung, hin zu mehr Work-Life-Balance. Die Ergebnisse der Befragung bestätigten dies jedoch nicht. Ein gutes Einkommen, Jobsicherheit, Wohneigentum und der eigene Pkw stehen nach wie vor hoch im Kurs bei den Studierenden. Und in FrankfurtRheinMain „matcht" für sie vieles davon auch in der Zukunftsperspektive: Arbeits- und Einkommenschancen, Infrastruktur und Mobilität, Bildungs- und Erholungsmöglichkeiten, Offenheit und Vielfalt. Entwicklungspotenzial sehen die Studierenden vor allem im Bereich Miet- und Immobilienpreise sowie in der Verbesserung des Images der Region.

Ungewöhnliche Impulse und Perspektivenbotschließlich die Keynote von Thomas Sevcik. Der Gründer und CEO des Beratungsunternehmens arthesia AG gilt als Vor- und Querdenker und berät viele Metropolregionen weltweit - darunter neben Frankfurt auch Zürich, Phoenix / Arizona und Hong Kong.Seine Conclusio: „Universitäten und Städte haben etwas Wichtiges gemeinsam: Sie bringen Menschen zusammen - und Exzellenz hervor." Eingebettet in die dreitägige Konferenz „The University andthe City 2014" und im Zeichen des 100. Geburtstags der Goethe-Universität Frankfurt fanden sich rund 150 internationale Gäste zu der Abendveranstaltung auf dem Campus Westend ein. Im 100. Jahr ihres Bestehens gehört die Goethe-Universität mit ihrem Campus-Neubau zu den modernsten Hochschulen Europas und ist ein wichtiger Motor für eine verstärkte internationale Vernetzung der Region.