Wirtschaftsgespräche am Main mit Olaf Koch

Veranstaltungen

  • 24.03.2014

Die Wirtschaftsinitiative begrüßt Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG

Metro Cash & Carry, Galeria Kaufhof, Saturn, Media Markt, Real: Zur Metro Group gehören einige der bekanntesten Handelsmarken in Deutschland – im B2B- sowie B2C-Bereich. Und auch international setzt der Handelsriese beeindruckende Maßstäbe. Rund 265.000 Mitarbeiter sind weltweit an 2.200 Standorten in 32 Ländern tätig. Der erst 43-jährige Top-Manager berichtete von den „extrem erfolgreichen Jahren“, die die Metro Group erlebte, und bekannte unumwunden: „Die Standards der Vergangenheit greifen an vielen Stellen so nicht mehr. Das Marktumfeld hat sich dramatisch verändert.“

Gemeint ist hier natürlich das Internet, das alle etablierten Handelsunternehmen seit Jahren vor enorme Herausforderungen stellt. Der traditionelle stationäre Handel ist für Koch nicht mehr zu verteidigen. Aber moderne Store-Konzepte hätten beste Chancen. „Wir haben heute einen transparenten Markt, in dem der Kunde so ziemlich alles weiß“, so Koch. Darauf reagiert die Metro Group mit einer Multichannel-Strategie, die den Kunden in den Mittelpunkt stellt. „Das ist keine Plattitüde. Es geht uns um echten Kundenmehrwert. Der Kunde entscheidet, wie, wo und wann er einkaufen möchte“. Früher befürchtete man Kannibalisierungseffekte, heute wisse man ganz klar: „Im Zweifel ist es an uns, unsere Formate anzupassen. Und das tun wir aktuell.“ So bieten etwa die Großhandelsmärkte jetzt auch einen Belieferungsservice an – vor Jahren noch ein großes Tabu. Im nahen Weiterstadt startet dazu in Kürze ein Pilotprojekt. Die 2012 begonnene Neuausrichtung zeitigt heute bereits messbare Erfolge, wie der Metro-Chef und frühere Finanzvorstand belegen konnte.

Einen besonderen Bezug zu FrankfurtRheinMain hatte Olaf Koch darüber hinaus zu bieten. Er ist in Bad Soden am Taunus geboren und weiß um die Wirtschafts- und Konsumstärke der Metropolregion. Nicht zu vergessen sei auch, dass die Metro Group zu den größten 15 Unternehmen in Hessen gehöre, wie der Vorsitzende der Wirtschaftsinitiative Prof. Wilhelm Bender eingangs anmerkte. So stand Gastredner Koch schon lange auf der Wunschliste der Veranstalter.

Von einem brandaktuellen Thema, das die Gäste auch in der anschließenden Fragerunde beschäftigte, ist die Metro Group sehr direkt betroffen. Die Krim-Krise hat dafür gesorgt, dass das Handelsunternehmen den geplanten Teil-Börsengang für sein Russland-Geschäft verschieben musste. Russland ist einer der wichtigsten Wachstumsmärkte der Metro Group.

 

 „Wirtschaftsgespräche am Main" ist ein exklusives Veranstaltungsangebot und Kooperationsformat, das die Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain gemeinsam mit der Messe Frankfurt, dem Hotel InterContinental Frankfurt und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ausrichtet.

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